Cinetastic | Taking Woodstock

Eigentlich träumt der junge Elliot von einer Karriere als Innenausstatter in New York City. Doch das marode Motel seiner Eltern steht kurz vor der Pleite. Also kehrt Elliot in sein Heimatdorf zurück und sucht nach einer Lösung, die bevorstehende Zwangsvollstreckung doch noch abzuwenden. Als er aus der Zeitung erfährt, dass einem groß angekündigten Open Air Konzert die Genehmigung entzogen wurde, wittert Elliot seine Chance: Er bietet den Veranstaltern als Austragungsort die Kuhwiese auf dem elterlichen Grundstück an, ohne zu ahnen, welche gewaltige Welle er damit lostritt. (img/txt src)
Zumindest der Trailer zeigt zu Beginn die wunderschönen lilafarbenen Blumenfelder. Und den Sommer. Ich saß, wie so oft, in diesem winzigen 50-Menschen-Kinosaal, und das erste Mal habe ich mir den Sommer gewünscht. Und zwar genau diesen, angenehme Wärme, ein einfaches Kleid, vielleicht sogar Blumen in den Haaren. Auf der staubigen Erde liegen, selbstgemachten Eistee trinken, Musik hören. Ja, die Musik... von der hatte ich für diesen Film etwas größere Erwartungen. Janis Joplin hier, Joan Baez da... stattdessen ein paar Klangfetzen von Melanie. Ich hatte wirklich einen Musikfilm erwartet! Zum Trost immerhin Children of the Revolution im Abspann. (oh, und Liev Schreiber als Wilma, fantastisch!)
Aber auch ohne viel Musik (und Anspruch auf historische Authentizität...), Taking Woodstock ist ein Film, der gute Laune macht, und Lust! Auf Sommer, lange, dichte Haare, tatsächlich sogar Liebe und Frieden und sporadische LSD-Trips.
Die restlichen Leute im Kino waren übrigens durchschnittlich so alt, dass sie Woodstock garantiert noch selbst miterlebt haben, und sie haben sich auch alle köstlich amüsiert. So. Ich geh mir jetzt mal eben Zöpfchen flechten und die Flower Power CD auflegen...
Edit: Hm. Bei näherer Überlegung war es wohl Volunteers von Jefferson Airplane, nicht Children of the Revolution. Egal. Beides gut!













