Les filles

Seit meinen sonntäglichen Experimenten finde ich immer mehr Gefallen an Photoshop-Kritzeleien. Werde das ab jetzt als Entspannungsübung vermarkten. Und zwar ohne regenwaldgefährdende Papierverschwendung. Kostet nur ein paar KB auf der Festplatte.
Ich sitze hier und sehe im Spiegel Prinzessin Amidala. Nicht dass ich ein Star Wars Freak wäre (immerhin kenne ich Amidala!), halluziniere also nicht - sondern habe rechts und links Papilloten in den Haaren. Freaky. Heute ist es wieder so weit - der Tag im Jahr, an dem ich völlig ignoriere, dass ich mit Locken bescheuert aussehe.
Wie auch immer, auf jeden Fall stecke ich mittlerweile in für mich mittlerweile wieder völlig neuem Stress... Täglich drei Stunden Zug fahren, Einführungsveranstaltungen, viele Menschen, viele verwirrte Blicke... Bei der Einschreibung für die Seminare habe ich es gestern geschafft, von 1000 Losnummern die Nummer 980 zu ziehen. Applaus, bitte! Ich war so ziemlich die letzte, die sich eintragen durfte - und musste nehmen, was noch da war. Das heißt für mich, dass ich dienstags von 8 Uhr morgens bis 10 Uhr abends unterwegs bin. Mwah. Positive Seite: zwei freie Tage ohne pendeln. Jetzt warte ich nur noch gespannt darauf, in welche Sprachpraxisübungen ich es geschafft habe. Wenn ich wieder sehr viel Pech habe, muss ich den Dienstag dann korrigieren: eher 6 Uhr bis 22 Uhr ohne eine einzige kleine Pause. Allerdings finde ich, dass ich für die 980 eine Entschädigung verdient habe!! Anträge, neue Bekannte, Muffin-und-Kaffee-Ernährung, Stricken im Zug, viel Fragerei und Rennerei (das erste Paar Schuhe ist schon im Mülleimer ;) - ich bin schon sehr gespannt auf nächste Woche.
Heute ist der erste Tag, an dem ich zu einer halbwegs christlichen Zeit nach Hause gekommen bin... und bin erstmal zum Frisör gegangen. Nein, mitgegangen. Nur Beratungsfunktion. Dabei hätte ichs auch mal nötig. Hätte. Wenn ich mir nicht im Moment Hippie-Haare wünschen würde.
Morgen früh um 9!! Uhr dann meine dritte Fahrstunde - die ersten beiden waren desaströs. Ich bin total überfordert. Muss meinen Papa am Samstag (natürlich nach dem Flohmarkt :) dazu zwingen, mit mir Anfahren zu üben. Der arme Herr Fahrlehrer. Ich mag den Menschen soooo gerne, und dann muss er sich von mir dauernd durchschütteln lassen. Ich gelobe Besserung, Mike (an dieser Stelle wahnwitziges Kichern von mir, weil mich das schon enorm an Stuntman Mike aus Death Proof erinnert. Auch wenn ich nicht so enden will, bitte). Das mit den Fahrstunden ist so eine Sache - einerseits weiß ich jetzt, was man alles falsch machen kann, und bekomme noch mehr Panik; aber andererseits machts schon Spaß und irgendwie finde ich die Situation ganz angenehm, also im Auto sitzen, seltsame Scheiße produzieren und ungeteilte Aufmerksamkeit (hoffe ich wenigstens, sonst gibts bald ne kleinere Katastrophe samt Blechschaden) von einem amüsanten Herren zu bekommen. Hach. Wenns das doch auch ohne Auto gäbe. Hm. Mike, kann man dich auch privat buchen?!