Me and Mummy McGee
In letzter Zeit verstehe ich mich erstaunlich gut mit meiner Mutter. Wirklich, für mich ist das sehr sehr erstaunlich, an und für sich habe ich knapp 10 Jahre damit verbracht, gegen sie zu arbeiten, sie zu ignorieren, sagen wir einfach: ich war ein schwieriges Kind... das lag wohl a) an der Pubertät (wie sehr ich dieses Wort heute noch hasse) b) war und bin ich sowieso mit mir selber unzufrieden c) dachte ich, dass ich es bei meiner Oma oder meinem Papa besser hätte, weil die sich nicht jeden Tag mit mir rumschlagen mussten und ich demzufolge keine Streitereien mit ihnen hatte... Aber vor ziemlich genau einem halben Jahr habe ich plötzlich von alleine angefangen, mit ihr zu reden, im Wohnzimmer zu sitzen als alleine oben vorm Computer. In diesem halben Jahr haben wir so etwas wie eine durchaus freundliche Beziehung aufgebaut! Das liegt wohl vor allem daran, dass ich das zulasse, wenn auch unbewusst; meine Mama hätte sich das sicher immer schon gewünscht. Angefangen hat das wohl alles damit, dass meine Panikattacken angefangen haben und ich sie brauchte, immer noch brauche, schon allein als medizinische Beruhigung, schließlich ist sie ja ausgebildete Heilpraktikerin. Und als in-den-Arsch-Treterin, Motivationshilfe, Unterstützung. Vielleicht kann ich daraus ja lernen, dass negativ anmutendes nicht immer nur durchweg negativ ist. Natürlich schränkt mich die Panik ein, aber sie hat mich wohl auch offener gemacht und vor allem wach gerüttelt, mir gezeigt, dass ich endlich etwas für mich tun muss. Gesund werden, anfangen zu leben. ("Nach Ostern dann", sagt das alte Ich. Das neue ist noch etwas beeinflussbar und hört leider nur allzu gern auf das alte. Hach.)
tippy-toe - 23. März, 13:13