Es könnte sein, dass ich Angst habe zu sterben, weil ich mein Leben nicht lebe. Alles zieht an mir vorbei. Kein Wunder, wenn man da Panik bekommt, oder?
Es ist nur so wahnsinnig schwer, aus der Lethargie wieder herauszukommen. Besonders dann, wenn man so gut wie nichts anderes kennt. Es gibt lichte Momente, gute Tage, aber vor dem Schlafengehen zählt das nicht mehr. Kein Wunder, wenn ich mich unbewusst dagegen wehre. Aber wie lernt man, richtig zu leben? Meine Ideale und Ziele sind auf der einen Seite banal, auf der anderen Seite so einschüchternd, dass das Verwirklichen einer Art Angststarre weicht. Ich glaube wirklich, dass dieser Zustand absolut bezeichnend für mich ist. Angststarre. Aber die Gedanken im Kopf rasen und kommen zu keinem Ergebnis, führen zu keiner Reaktion.
Allerdings ist mir auch schon aufgefallen, dass man sich wahnsinnig schnell mit einer Situation identifiziert, sei es positiv oder negativ. Eine "Krankheit" wie z.B. Bulimie wird schnell zur Identität, wie ich finde, und das macht es dann wahnsinnig schwer, sich da rauszubringen. Schließlich muss man dabei alles, was einen ausmacht, aufgeben. Das ist hart, man braucht den obligatorischen Neuanfang mit Nachschlag, neuen Zielen und Ansichten nämlich. Und einer gehörigen Portion Selbstliebe, die leider so oft fehlt. Ich bin gespannt, wann ich endlich bereit dazu bin, mich aufzugeben. Und ein neues Ich zu erfinden. Katharina 2.0.
Ich bin dauernd auf der Suche,
und weiß nicht mehr wonach.
Ich zieh nächtelang durch Bars, immer der,
der am lautesten lacht.
Niemand sieht mir an, wie verwirrt ich wirklich bin
es ist alles nur Fassade, schau mal genauer hin.
Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst ich hab alles im Griff
und kontrolliere was geschieht.
(ich hasse deutsche Bands.)
tippy-toe - 2. März, 01:01